brandschutz90% der Toten, die aus brennenden Gebäuden geborgen wurden, starben nicht durch die direkte Einwirkung des Feuers, sondern an den Folgen einer Rauchvergiftung. Im Gegensatz zu offenen Flammen, wird die Gefahr, die vom Brandrauch ausgeht, von den meisten betroffenen Personen unterschätzt. Schon wenige Lungenfüllungen der geruchlosen Gase Kohlenmonoxid und Kohlendioxid haben eine tödliche Wirkung. Die Gefährdung durch Rauchgase liegt nicht alleine in ihrer Giftigkeit, sondern auch in ihrer Temperatur und ihrer Zündfähigkeit.

Brennbare Rauchgase entzünden sich explosionsartig durch die Zufuhr von Sauerstoff z.B. durch das Öffnen einer Tür zum Brandraum. Die Verwendung moderner Kunststoffe in der Raumausstattung und im Haushalt hat dazu geführt, daß die Brände rauchintensiver geworden sind. Schon kleine Mengen brennenden Kunstoffs können zu einer tödlichen Konzentration von Rauchgasen in der Wohnung führen. Bei der Verbrennung von PVC-Fußböden, Reinigungsmitteln oder Farben und Lacken entstehen Giftgase, die auch für die Herstellung zahlreicher chemischer Kampfstoffe verwendet werden. 70% Prozent der Brandopfer werden im Schlaf vom Brandausbruch überrascht, weil auch der Geruchssinn schläft und so die Entstehung des Feuers nicht rechtzeitig bemerkt wird. Nach wenigen Atemzügen wird der Schlafende ohnmächtig und stirbt nach zwei Minuten. Verschaffen Sie sich den nötigen Vorsprung, um sich in Sicherheit zu bringen!

Vorbeugender und abwehrender Brandschutz

Als Brandschutz werden alle Maßnahmen bezeichnet, die dazu dienen

  • die Entstehung eines Brandes zu verhindern,
  • der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorzubeugen,
  • im Brandfall wirksame Rettungs- und Löscharbeiten zu ermöglichen.

Es wird unterschieden zwischen dem vorbeugenden und dem abwehrenden Brandschutz.

Vorbeugender (präventiver) Brandschutz

Der vorbeugende Brandschutz beinhaltet alle Maßnahmen, die getroffen werden, um im Voraus die Entstehung und Ausbreitung von Bränden zu verhindern.
Zu den häufigsten Brandursachen im Haushalt zählen elektrische Geräte, die sich erhitzen können. Toaster, Bügeleisen, Kaffeemaschinen, Wasserkocher und Elektroherde sollten nicht unbeaufsichtigt betrieben werden! Durch einen Herd, der nicht abgeschaltet ist und auf dem sich noch Speisen befinden können häufig Küchenbrände entstehen. Heizdecken und Bügeleisen können Temperaturen erreichen, die Textilien zum Brennen bringen. Fernseher, Computermonitore und andere elektrische Geräte, die im Betrieb Wärme entwickeln, müssen so aufgestellt werden, dass die Lüftungsschlitze nicht verdeckt sind und das eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet ist, weil bei Überhitzung die Gefahr der Selbstentzündung besteht.  In Altbauten besteht eine erhöhte Gefahr für den Ausbruch von Kabelbränden, weil die Elektroinstallation häufig nicht mehr stark genug ist für die Menge der elektrischen Verbraucher.

Zum vorbeugenden Brandschutz gehören ebenso bauliche Maßnahmen, wie die Verwendung schwer brennbaren Baumaterials und die Unterteilung von Gebäuden in Brandabschnitte. In Betrieben und auf Baustellen besteht während der Arbeitszeit ein erhöhtes Brandrisiko. Es werden feuergefährliche Arbeiten wie Schweißen und Löten durchgeführt. Arbeiten an der Elektroinstallation und der Betrieb elektrischer Geräte erhöhen durch eine mögliche Überlastung oder Überhitzung durch Wärmestau die Brandgefahr. In der Nähe des Arbeitsortes gelagerte Stoffe, wie Baumaterial, feuergefährliche Gase oder Treibstoff, Kabel und Staubablagerungen können leicht und unbemerkt entzündet werden. Je früher ein Brand entdeckt wird, umso wirkungsvoller kann er bekämpft werden. Durch eine frühzeitige Alarmierung im Brandfall wird der eintretende Schaden begrenzt. Daher ist es wichtig, dass Rauch so früh wie möglich entdeckt wird.

Bei Beendigung der Arbeiten führt der Sicherheitsmitarbeiter deshalb einen Kontrollgang innerhalb des Gebäudes durch, um auszuschließen, dass die Entstehung eines Brandes während der Arbeit übersehen wurde, der sich während der Nacht ausbreiten könnte. Dazu ist es erforderlich auf allen Etagen Feuerlöschmittel bereit zu halten.

Abwehrender Brandschutz

Der abwehrende Brandschutz ist das Gegenstück zum vorbeugenden Brandschutz und wird hauptsächlich von der Feuerwehr durchgeführt. Trotzdem kommen im Brandfall auch Aufgaben auf den Sicherheitsmitarbeiter zu und es sind bestimmte Verhaltensregeln zu beachten.

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In großen, unübersichtlichen Objekten hilft die Brandmeldeanlage, Brandherde rechtzeitig ausfindig zu machen, im Brandfall Evakuierungsmaßnahmen einzuleiten und die Rettungskräfte zeitnah an die richtige Stelle zu leiten.

Verhalten im Brandfall

Zu den ersten Aufgaben eines Sicherheitsmitarbeiters beim Eintreffen in einem neuen Objekt gehört, sich mit dem Notfallplan vertraut zu machen. Die Informationen auf dem Notfallplan sind hilfreich, um bei Feuer und anderen Schadensfällen schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen. Der Notfallplan ist meistens im Eingangsbereich von Baustellen und in Gebäuden auf den verschiedenen Etagen zu finden. Auf dem Notfallplan befinden sich wichtige Telefonnummern von Personen, die im Schadensfall informiert werden müssen. Dazu gehören z.B. die Beauftragten für Brandschutz, Arbeitssicherheit oder Gefahrstoffe. Weiterhin die Telefonnummern des Betriebsarztes, der Werksfeuerwehr oder der betriebsinternen Rettungsleitstelle. Ebenso können die Telefonnummern der Firmenleitung, Hausmeister oder weiterer wichtiger Ansprechpartner dort angegeben sein. Wenn es brennt, kommt es auf schnelle Reaktionen und die richtigen Schritte an, weil kaum mehr als drei Minuten zur Verfügung stehen, bevor Rauch und Feuer die Fluchtwege abschneiden.

Sofort nach Dienstbeginn sollte der Sicherheitsmitarbeiter sich mit den Flucht- und Rettungswegen im Gebäude vertraut machen, damit diese im Brandfall schnell und sicher gefunden werden. Dabei sollte man sich markante Punkte in der Nähe der Fluchtwege einprägen, weil die Sicht im Falle eines Brandes stark eingeschränkt sein kann und man sich unter Unterständen in der Dunkelheit vorantasten muss.

  • Alarmieren sie alle Personen in den umgebenden Räumen und stellen sie sicher, dass das Gebäude schnellstmöglich geräumt wird. Die Räumung sollte so schnell wie möglich, aber nicht überhastet erfolgen. Bedenken Sie, dass Festnetztelefone im Brandfall außer Betrieb sein könnten und dass weiter entfernte Personen den Brandausbruch vielleicht nicht bemerkt haben oder der Feueralarm als Probealarm aufgefasst worden ist und deshalb nicht ernst genommen wurde. Benutzen Sie die ausgeschilderten Fluchtwege und Notausgangstüren, denn dafür sind sie da!
  • Wenn möglich, rufen sie noch im Gebäude die Feuerwehr an – sonst holen sie es nach dem Verlassen sofort nach. Melden Sie der Feuerwehr möglichst genau die Brandstelle und den Umfang des Feuers. Achten Sie dabei auf Rückfragen!
  • Versuchen Sie nur dann, das Feuer selbst zu löschen, wenn dadurch keine unmittelbare Gefahr für das eigene Leben besteht.
  • Schließen sie alle Türen, von Räumen, in denen es brennt.
  • In mehrstöckigen Gebäuden immer nach unten flüchten!
  • Halten sie sich in Treppenhäusern gut am Treppengeländer fest, weil in Panik flüchtende Menschen meistens keine Rücksicht auf andere Flüchtende nehmen.
  • Aufzüge dürfen im Brandfall nicht benutzt werden, da die Aufzugschächte wie Kamine wirken und sich mit großen Mengen von Rauchgasen füllen. Außerdem kann es zu Stromausfällen kommen oder die Aufzüge werden automatisch von der Brandmeldeanlage abgeschaltet, so dass sie zur tödlichen Falle werden können!
  • Türen sollen nicht hektisch aufgerissen, sondern vorsichtig geöffnet werden und sofort wieder geschlossen, falls sich dahinter schon eine dichte Rauchschicht gebildet hat.
  • Rauchgase sammeln sich zuerst unter der Zimmerdecke an und strömen von dort zu Boden. Deshalb ist das Bewegen in Bodennähe von Vorteil, notfalls sogar kriechend fortbewegen!
  • Kann der Raum, in dem Sie sich befinden, nicht mehr verlassen werden, dann dichten sie alle Ritzen und Spalten z.B. an Türen und Fenstern mit nassen Tüchern ab, damit kein Rauch eindringen kann.
  • Machen Sie am Fenster auf sich aufmerksam, damit die Rettungskräfte wissen, in welchen Gebäudeteilen sich noch Personen befinden. Sorgen Sie dafür, dass die Anfahrtswege für die Feuerwehr freigehalten werden und die Feuerwehr eingewiesen wird.

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