Aufgabenstellung

Schutz von politischen Veranstaltungen und Wahlkampfveranstaltungen.
Sicherheitskonzept für den Schutz von politischen Veranstaltungen.

Sie haben als Fachkraft für Schutz und Sicherheit eine Zusatzqualifikation zum Personenschützer gemacht. Ihr erster Einsatz besteht aus der Begleitung eines hochrangigen Politikers einer umstrittenen Partei (nicht rechts) bei einer Wahlkampfreise zu den wichtigsten deutschen Großstädten um dort Wahlkampfveranstaltungen durchzuführen. Sie sind mit der Absicherung der Reise betraut. Die Schutzperson ist übergewichtig, 55 Jahre alt und nicht besonders kooperativ. Welche Aufgaben sind für sie als Sicherheitsdienst besonders wichtig?

Bedenken Sie:

  • Einbindung der Schutzperson
  • Mitverantwortung der Schutzperson
  • Streckenabsicherung
  • Arbeits- und Stundenaufteilung
  • allgemeine Organisation
  • Struktur des Ablaufes

Gefahrenanalyse

Um die Gefährdungslage festzustellen sind umfangreiche Recherchen erforderlich, von welchen Personenkreisen dem Politiker Gefahr droht. Dazu müssen Informationen eingeholt werden, welche politische Richtung der Politiker vertritt. Kenntnisse über das Parteiprogramm und die Ziele der Partei sind erforderlich. Informationen über Aktivitäten der Partei in der nahen Vergangenheit, einen Überblick über Presseartikel die den Wahlkampf betreffen und Recherche im Internet über Organisationen und Personengruppen, die den Zielen der Partei entgegen stehen, können Anhaltspunkte dafür liefern, aus welchem Umfeld Gefahren für den Ablauf der Wahlkampfveranstaltungen und Leib und Leben des Politikers drohen.

    Mögliche Gefahren sind:
  • Störung der Wahlveranstaltung durch Demonstranten.
  • Blockade der Zugänge zum Veranstaltungsort durch Gegendemonstranten.
  • Sabotage technischer Einrichtungen wie z.B. Fahrzeuge und Lautsprecheranlage.
  • Angriffe auf die körperliche Unversehrtheit der Schutzperson durch Gegner, Extremisten, geistig verwirrte Personen.
  • Entführung oder Erpressung der Schutzperson oder seiner Familie.

Durch Rücksprache mit der Polizei ist zu klären, wie sie die Gefährdungslage einstuft und welche Maßnahmen von ihr zur Absicherung der Wahlveranstaltungen durchgeführt werden. Es muss bekannt sein, um welche Art von Wahlveranstaltungen es sich handelt.

    Generell wird zwischen zwei Arten unterschieden:
  1. Veranstaltungen zu denen jeder Zutritt hat, entweder in der Öffentlichkeit oder unter freiem Himmel.
  2. Veranstaltungen zu denen nur ein eingegrenzter Kreis von geladenen Personen Zutritt hat.

Schutzmaßnahmen:

Weil der Personenschutz personell nicht dazu in der Lage ist, die allgemeine Sicherheit auf Wahlveranstaltungen zu gewährleisten, muss ein Saaldienst mit Ordnern eingerichtet werden, der für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen unter sicherheitsrelevanten Gesichtspunkten sorgt. Dem Ordnerdienst obliegt die Vorbereitung des Veranstaltungsortes, die Personenkontrolle der Gäste am Eingang, die Überwachung des Publikums während der Veranstaltung.

Durch den Ordnerdienst am Veranstaltungsort muss gewährleistet sein, dass schon vor dem Eintreffen der Schutzperson wichtige Schutzmaßnahmen getroffen wurden, um den Personenschutz von diesen Tätigkeiten zu entlasten.

  • Absicherung des Bühnenbereichs zum Publikum hin
  • Freihalten der Fluchtwege, wenn mit der Schutzperson aufgrund besonderer Ereignisse der Veranstaltungsort außerplanmäßig verlassen werden muss.
  • Absicherung des Veranstaltungsortes nach außen gegen Eindringen unbefugter Personen
  • Zugangskontrolle am Eingang bzw. Personenkontrolle des Publikums
  • Kontrolle aller Räumlichkeiten auf verborgenen Gefahren wie z.B. Sprengstoff

Organisatorische Maßnahmen:

Alle Abläufe und durchzuführenden Maßnahmen müssen vom Personenschutz mit dem Saaldienst sowie den externen Kräften wie Polizei und Feuerwehr abgestimmt werden. Für alle Städte der Reise sind einzelne Schutzkonzepte zu erstellen unter Berücksichtigung besonderer örtlicher Gegebenheiten, zu erwartendes Publikum, soziales Umfeld, Vorhandensein extremer politischer Gruppierungen, mögliche Täter oder Tätergruppen mit politischer, religiöser oder wirtschaftlicher Motivation. Zum Transport der Schutzperson müssen drei Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Als Hauptfahrzeug eine besonders geschützte Limousine sowie zwei unauffälligere Fahrzeuge, falls im Fluchtfall das Fahrzeug gewechselt werden muss.

    Im Vorfeld ist eine detaillierte Reiseplanung erforderlich:
  • Festlegen der Reiseroute, zeitlicher Ablauf der Reise, Planung von Alternativstrecken und Ausweichrouten, Ausreichende Zeitplanung unter Berücksichtigung von Staus durch hohes Verkehrsaufkommen oder unvorhersehbare Ereignisse wie z.B. Unfälle
  • Parkmöglichkeiten, Pausen, Reparaturwerkstätten, Beschaffung von Ersatzfahrzeugen bei Ausfall
  • Festlegen der Übernachtungsmöglichkeiten, hier auch Einplanung von Ausweichorten, Kontrolle der Räumlichkeiten durch einen Mitarbeiter vor dem Eintreffen der Schutzperson
  • Falls vom Kunden gewünscht, Organisation alternativer Verkehrsmittel wie Flugzeug oder Bahn
  • Zeitplanung und Streckenplanung für die zusätzlichen Termine, sowie Restaurants, ebenso Kontrolle dieser Räumlichkeiten vorab.

Ablauf der Reise:

Ein Mitarbeiter fährt mit seinem Fahrzeug ca. ein bis zwei Stunden früher los, um die Unterkunft der Schutzperson und den Veranstaltungsort zu kontrollieren. Fahrzeug der Schutzperson besetzt mit einem Sicherheitsmitarbeiter sowie Fahrer. Begleitfahrzeug mit zwei Mitarbeitern fährt vor zur Absicherung der Strecke.

Hotelzimmer von Schutzperson und Personenschutz sollten nebeneinander oder gegenüber liegen. Vorab-Mitarbeiter befindet sich bereits im Hotel und hat Einchecken und Sicherheitsanalyse bereits vorgenommen und erwartet die Schutzperson im Eingangsbereich. Schutzperson reist mit Begleitung an. Tägliche Lagebesprechung mit der Schutzperson, am Besten morgens, über den Tagesablauf.

Bei der Anfahrt zu den Veranstaltungen und Terminen ist das Vorabfahrzeug bereits mit einem Mitarbeiter vor Ort. Dieser Mitarbeiter fährt nach dem Eintreffen der Schutzperson schon den nächsten Ort an.

Am Veranstaltungsort ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich, wo das Fahrzeug abgestellt wird und welcher Zugang von der Schutzperson gewählt wird. Wenn möglich sollte der Haupteingang vermieden werden, weil es dort zu Menschenansammlungen kommen kann, die eine Gefährdung darstellen. Daher sind Bühneneingänge oder Nebeneingänge zu bevorzugen. Das geschützte Fahrzeug wird unmittelbar vor diesem Eingang geparkt. Der Fahrer bleibt im Fahrzeug während der Veranstaltung. Das zweite Fahrzeug wird an der zweiten Fluchtmöglichkeit geparkt und bleibt ebenfalls mit dem Fahrer besetzt. Zwei Mitarbeiter begleiten die Schutzperson während der ganzen Veranstaltung.

 


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