Hier eine weitere Übungsaufgabe zum Thema "Sicherheitskonzept" aus der Umschulung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit.

Aufgabenstellung

Sie sind als Fachkraft für Schutz und Sicherheit bei einem Sicherheitsunternehmen tätig und sollen kurzfristig die Aufgaben des ausgefallenen Bereichsleiters übernehmen. In der Vergangenheit hat es häufig Probleme mit den Revierfahrern gegeben. Diese beachten weder die rechtlichen Vorschriften, noch die nötige Eigensicherung. Ausserdem werden gerne einige Lesestellen vergessen. Ihr Chef wünscht in Zukunft eine intensivere Beobachtung der Fahrer um Fehler zu vermeiden.

Erstellen Sie ein Konzept, mit dem eine bessere Kontrolle der Revierfahrer möglich ist!

    Beachten Sie dabei folgende Punkte:
  • Optimierung der Fahrten
  • Motivation der Fahrer in Bezug auf Sorgfalt bei der Arbeit
  • Kenntnisse der rechtlichen Situation
  • Eigensicherung

Lösung

Optimierung der Fahrten

Die Details der einzelnen Revierfahrten müssen genau erfasst werden, falls das noch nicht geschehen ist. Dazu muss jeder Revierfahrer seine Schicht dokumentieren. Dies kan mit Hilfe eines vorher entwickelten Formulars, oder einer Tabelle geschehen, in die jeder Fahrer Uhrzeiten, gefahrene Strecke und den Namen des Objekts einträgt. Durch die Heranziehung von Kartenmaterial, Online-Routenplaner oder Navigationsgeräte können unterschiedliche Fahrtrouten ermittelt werden. Alle Daten der Revierfahrten werden über einen festgelegten Zeitraum gesammelt, mindestens für eine Woche, damit auch Daten für Tage mit unterschiedlichen Verkehrssituationen wie z.B. Wochenenden zur Verfügung stehen. Anschließend erfolgt eine detailierte Auswertung aller Fahrten. Dabei ist zu ermitteln, wo und weshalb Unregelmässigkeiten und Abweichungen auftreten. Möglicherweise können Entfernungen zu groß sein, um sie in einer festgelegten Zeit zurückzulegen, Umleitungen oder Baustellen könnten Verzögerungen hervorrufen oder eine geänderte Verkehrssituation z.B. erhöhtes Verkehrsaufkommen, dafür verantwortlich sein, daß die Fahrer in Zeitverzug kommen. Durch Nachfahren der einzelnen Routen, zu den Zeiten, wo auch die Revierfahrer unterwegs sind, kann sich der Einsatzleiter im Zweifelsfall davon überzeugen, dass die Zeitangaben der Revierfahrer auch stimmen. Je nachdem wie groß der finanzielle Spielraum des Sicherheitsunternehmens ist, kann die Anschaffung eines GPS-Systems nützlich sein, um die Bewegung der Revierfahrer besser zu überwachen und Schwachstellen in der Planung aufzudecken. Nach der Auswertung der Fahrerdaten ist eine Optimierung der Fahrtrouten erforderlich. Möglicherweise kann durch eine Änderung der Reihenfolge der angefahrenen Objekte oder durch Änderung der Fahrtrouten ein Zeitgewinn erreicht werden.

Motivation der Fahrer

Durch Mitarbeitergespräche mit den Fahrern kann festgestellt werden, worin mangelnde Motivation und Sorgfalt bei der Arbeit begründet sein kann. Gerade bei neu eingestellten Mitarbeitern kann eine ungenaue Einweisung die Ursache für Fehler in der Ausübung des Dienstes sein. Durch regelmässige Dienstbesprechungen und zusätzliche Schulung, kann das Arbeitsergebnis verbessert werden. Der Bereichsleiter sollte zeitweise die Fahrer begleiten, dabei feststellen, wo Defizite auftreten oder wenn es personell möglich ist, unerfahrenen Fahrern einen versierteren Kollegen zuordnen, um eine intensivere Einweisung vorzunehmen. Bei Dienstbeginn muss eine Besprechung mit den Fahrern stattfinden, in der sie wiederholt auf die wichtigsten Aufgaben und ihre Pflichten als Arbeitnehmer hingewiesen werden. Ebenso ist bei Beendigung des Dienstes ein kurzes Gespräch mit den Fahrern, entweder einzeln oder in der Gruppe sinnvoll, damit die Fahrer die Möglichkeit haben, über die Vorkopmmnisse während ihres Dienstes zu berichten. Der Einsatzleiter sollte sich so gut wie möglich in die Situation der Fahrer hinein versetzen und auch bedenken, dass über Lob und Anerkennung eine Verbesserung der Arbeitsqualität erreicht werden kann.

Rechtliche Situation und Eigensicherung

Regelmässige Schulung und gründliche Unterweisung helfen den Mitarbeitern ihren Dienst in unterschiedlichen Situationen sicherer auszuüben. Durch eine höhere Qualifizierung der Mitarbeiter kann die Qualität der Arbeit verbessert werden. Besonders bei den länger Beschäftigten müssen zurück liegende Kenntnisse zeitweise aufgefrischt werden. Jüngere Mitarbeiter gelangen zu mehr Sicherheit, wenn in der Anfangsphase die wichtigsten Arbeitsregeln häufiger wiederholt werden. Um das Wissen der Mitarbeiter aufzufrischen, können Schulungseinheiten von ca. 1 Stunde wöchentlich stattfinden. Dies gilt sowohl für die Vermittlung von Rechtsgrundlagen als auch für praktische Anleitungen. Wichtige Informationen können den Fahrern in gedruckter Form ausgehändigt werden, deren Kenntnisnahme von den Mitarbeitern unterzeichnet wird und die sie sich, von Zeit zu Zeit noch einmal durchlesen können, wenn Unklarheiten auftreten.


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