Um im Falle eines Schadensereignisses die richtigen Maßnahmen zu treffen, um Schaden von Mitarbeitern abzuwenden und um Sachschäden zu begrenzen, kommt im Alarmfall die Betriebliche Katastrophenschutz-Organisation (BKO) zum Einsatz.

Besonders wenn unbeteiligte Personen dabei zu Schaden kommen ist es wichtig, wie das Unternehmen mit dem Ereignis umgeht. Schadensereignisse, bei denen möglicherweise für die umliegende Bevölkerung gesundheitsschädigende oder lebensbedrohende Stoffe freigesetzt werden, finden viel Beachtung in der Öffentlichkeit. Dazu zählen Großbrände, Chemieunfälle oder Unfälle beim Verladen von Gefahrgut. Denkbar sind auch Verkehrsunfälle im Straßen-, Eisenbahnverkehr, bei der Schiff- oder Luftfahrt.

Um einen Imageverlust des Unternehmens zu vermeiden, ist es wichtig im Schadensfall effizient, wirtschaftlich und glaubhaft gegenüber der Öffentlichkeit zu handeln.

Die Zusammenstellung der BKO richtet sich nach der Betriebsgröße. Grundsätzlich werden Führungskräfte aus allen wichtigen Abteilungen in die BKO eingebunden. Grundsätzlich natürlich die Leiter der Sicherheit, der Betriebsfeuerwehr, Betriebsarzt, Pressesprecher und der Betriebsrat.

Die Einsatzleitung liegt grundsätzlich in öffentlicher Verantwortung, beispielsweise bei Polizei und Feuerwehr. In der BKO können Stäbe für das operative Vorgehen eingerichtet werden. Verlorenes Vertrauen in das Unternehmen und seine Produkte lässt sich nur schwer wieder gut machen, deshalb ist der Umweltschutz und der Schutz und die Information der Öffentlichkeit besonders wichtig.

Um im Ereignisfall effektiv arbeiten zu können, müssen Schadensereignisse immer wieder geplant werden und es müssen Übungen stattfinden, damit die Mitarbeiter einen routinierten Umgang mit Arbeitsweisen bekommen, die nicht alltäglich sind.

Auch wenn Schadenssituationen nicht planbar sind, sollten Einsatzpläne mit konkreten Handlungsaufträgen für denkbare Szenarien erstellt werden.

Securitymanagement

Eingebunden in die Betriebliche Katastrophenschutz-Organisation ist das Securitymanagement, welches sich in verschiedene Fachgruppen unterteilt: Sicherheitsdienst, Brandschutz, Räumungsgruppe

Das Securitymanagement regelt die Zusammenarbeit der Fachdienstgruppen. Ziel der Arbeit ist es, Maßnahmen zur Abwehr weiterer Gefahren durchzuführen. Im Vorfeld ist die Erreichbarkeit aller Gruppen zu organisieren, die im Schadensfall tätig werden. Um eine an die Situation angepasste Arbeitsweise zu gewährleisten, sind Alarmpläne, Gefahrenabwehrpläne und sonstige Einsatzpläne bereit zu halten. Das Vorhalten der notwendigen Einsatzmittel gewährleistet eine schnelle Einsatzbereitschaft im Ernstfall. In Absprache mit dem Leiter der BKO müssen Verbindungen mit externen Dienststellen geschaffen werden. Dazu gehören Stadt-verwaltung, Polizei und Feuerwehr, die je nach Ausmaß des Schadensereignisses eingebunden werden. Für einen reibungslosen Ablauf der Rettungs- und Bergungs-arbeiten ist es sinnvoll, wenn alle Meldungen und Maßnahmen protokolliert, und an den Katastrophenschutz-Krisenstab weitergeleitet werden.

Eine Fachgruppe innerhalb der BKO ist der SICHERHEITSDIENST. Von ihm werden vorbeugende Maßnahmen getroffen um Gefahren von Personen und Sach- und Vermögenswerten abzuwenden. Zu den Erstmaßnahmen, die vom Sicherheitsdienst vorgenommen werden gehören der Kontrolldienst, der Wach- und Streifendienst, der Verkehrsdienst und der Ermittlungsdienst.

Aufgaben während des Schadensereignisses

Im Falle eines Schadensereignis wirkt der Sicherheitsdienst bei Maßnahmen der Gefahrenabwehr und Störungsbeseitigung mit. Beim Vorhandensein einer Gefahr muss zuerst eine Alarmierung erfolgen, damit unbeteiligte Personen der Gefahrenquelle, wie z.B. einem Brand ausweichen können und nicht davon in Mitleidenschaft gezogen werden. Weiterhin wird durch die Alarmierung erreicht, dass die Hilfskräfte von der Schadenssituation Kenntnis erhalten und ohne Zeitverlust tätig werden können.

Durch die Räumung wird erreicht, dass Verletzungen von Personen durch das Schadensereignis vermieden werden. Die Rettung von Menschen ist erforderlich, wenn Menschen aufgrund einer bereits erlittenen Verletzung oder Gebäudeschäden ihren Aufenthaltsort nicht selbständig verlassen können.

Um finanziellen Schaden am Unternehmen zu begrenzen, ist auch die Bergung von Sachen notwendig, damit die Sachen nicht durch sich ausbreitendes Feuer oder eine Überschwemmung beschädigt oder zerstört werden. Durch Erste Hilfe wird verhindert, dass sich Verletzungen an Menschen verschlechtern und dadurch ein lebensbedrohlicher Zustand eintreten könnte. Durch die Sicherung wichtiger Anlagen wird weiterer finanzieller Schaden vom Unternehmen abgewendet und es wird verhindert, dass von den Anlagen im Verlauf des Ereignisses neue Gefahren entstehen könnten. Sollten größere Menschenmengen aus dem Gebäude evakuiert werden müssen, so ist eine Panik zu vermeiden, weil in Folge einer Panik weitere körperliche Schäden an Menschen eintreten können und möglicherweise Rettungs- und Bergungsarbeiten durch umherirrende Personen behindert werden. Andere Fachdienste sind vom Sicherheitsdienst zu unterstützen, wenn es erforderlich ist, um eine schnelle und professionelle Hilfeleistung sicher zu stellen.

Der Sicherheitsdienst hat dort, wo es erforderlich ist, Absperrungen vorzunehmen. Das kann erforderlich sein an Stellen von denen für unbeteiligte Personen eine Gefahr ausgeht. Dazu zählen einsturzgefährdete Gebäudeteile oder Behälter mit feuergefährlichen oder explosiven Stoffen in der Nähe des Brandortes. Weitere Absperrungen können errichtet werden, um die Rettungswege für die angeforderten Rettungskräfte frei zu halten, um z.B. im Brandfall zusätzliche Fläche für große Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen, zur Landung von Rettungshubschraubern oder für die Versorgung und Betreuung von Opfern des Schadensereignisses.

Pressevertreter und Zuschauer sind vom Einsatzort fernzuhalten, weil sie die Lösch-, Rettungs- und Bergungsarbeiten behindern und dadurch indirekt eine Vergrößerung des Schadens an Leben oder Sachwerten eintreten kann.

Die internen und externen Dienste werden vom Sicherheitsdienst eingewiesen, damit die Einsatzkräfte sich ohne Zeitverzögerung ein Bild von der Situation machen können und sich besser auf dem Gelände zurechtfinden. Eine präzise Einweisung trägt dazu bei, dass die Hilfskräfte schnell zum Schadensort herangeführt werden können und dadurch die Ausbreitung des Schadens eingedämmt wird. Um das zu erreichen, ist es nützlich, wenn die vorangegangenen Maßnahmen sorgfältig protokolliert und an den Katastrophenschutz-Krisenstab und die Leitstelle weitergeleitet wurden.

Damit unbeteiligte oder betriebsfremde Personen nicht gefährdet werden oder die Arbeiten der Rettungskräfte behindern, müssen die Tore und Eingänge durch verstärkte Zugangskontrollen überwacht werden. Außerdem ist ein erhöhter personeller Aufwand an den Zufahrten zum Firmengelände notwendig, damit in kurzer Zeit viele Fahrzeuge an ihren Einsatzort beordert werden können.

Die meisten Gefahrensituationen können sich in kurzer Zeit über größere Flächen ausdehnen. Dadurch können auch Personen in größerer Entfernung vom Schadensort in Mitleidenschaft gezogen werden, weil sie von der Gefahr überrascht werden oder nicht über die Gefährlichkeit der Situation informiert sind. Zu den bekanntesten Beispielen für Situationen, die weiter entfernte Personen betreffen können, zählen Brände, in deren Verlauf sich lebensgefährdende Rauchgase durch große Gebäudeteile ausbreiten, sowie auch Überschwemmungen und besonders auch Unfälle mit gefährlichen Stoffen oder unsichtbaren Gasen in Chemie verarbeitenden Betrieben.

Während die Eindämmung der Gefahrenquelle hauptsächlich von externen Diensten, wie der Feuerwehr vorgenommen wird, zählt zum Aufgabenbereich des Sicherheitsdienstes die Räumung der betroffenen Gebäudeteile. Im Alarmfall ist das Entstehen von Paniksituationen auf jeden Fall zu vermeiden, deshalb ist der oberste Grundsatz bei allen Tätigkeiten „Ruhe bewahren“. Um allen betroffenen Personen das Zurechtfinden in der für sie unbekannten Situation zu erleichtern, sollte der Sicherheitsmitarbeiter auf Lautsprecherdurchsagen achten und alle wichtigen Informationen an die Anwesenden weitergeben. Den Anweisungen der Lautsprecherdurchsagen ist unbedingt Folge zu leisten. Zusätzlich ist die Durchführung folgender Sofortmaßnahmen von besonderer Wichtigkeit:

Wichtige Unterlagen müssen im Alarmfall verschlossen werden, weil Menschen die Gefährdungslage für kriminelle Handlungen ausnutzen könnten.

Elektrisch betriebene Geräte und Maschinen sollen ordnungsgemäß ausgeschaltet werden, da andernfalls, wenn sie unbeaufsichtigt weiterlaufen, neue Gefahren entstehen können, etwa Sachschäden durch Fehlfunktionen oder Unfälle mit Personen, die den Anlagenbereich als Fluchtweg nutzen. Ebenso können Löschwasser, austretende Gefahrenstoffe oder Schwankungen in der Stromversorgung die nicht ausgeschalteten Maschinen beschädigen oder zerstören.

Die Personen, die evakuiert werden müssen, sollen persönliche Gegenstände wie Medikamente, Brille und Mantel mitnehmen, da sie sich möglicherweise über einen längeren Zeitraum in einer Umgebung aufhalten müssen, in der sie diese Gegenstände benötigen. Das Fehlen ständig benötigter Medikamente kann zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes der betroffenen Personen führen. Das Mitnehmen des Mantels ist daher wichtig, weil die Personen sich möglicherweise im Freien aufhalten müssen oder in schlecht geheizten Notunterkünften und sie sich bei unpassender Kleidung zusätzliche Erkrankungen zuziehen könnten.

Besucher und weitere anwesende Personen werden dazu aufgefordert, den Anweisungen Folge zu leisten. In Stresssituationen ist das Denkvermögen von Menschen meistens beeinträchtigt. Auch die Wahrnehmung und das Reaktionsvermögen können in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Orientierung kann durch Rauch eingeschränkt sein oder weil die Personen sich in ihnen unbekannten Gebäudeteilen befinden. Deshalb ist vom Sicherheitsmitarbeiter darauf zu achten, dass seinen Anweisungen Folge geleistet wird, um eine reibungslose Evakuierung zu gewährleisten.

Besonders im Brandfall sollen Fenster und Türen geschlossen werden, damit die Rauchgase sich nicht in andere Gebäudeteile ausbreiten. Auch im Fall einer Überschwemmung kann durch Schließen der Türen Schadensbegrenzung an Sachwerten des Unternehmens erreicht werden, weil das Wasser daran gehindert wird, in weitere Räume vorzudringen. Das Schließen von Fenstern und Türen ist auch deshalb sinnvoll, weil die Mitarbeiter möglicherweise nicht kurzfristig an ihre Arbeitsplätze zurückkehren können und bis zu ihrer Rückkehr eine Wetteränderung eintreten könnte z.B. ein Unwetter, das weitere Sachschäden verursachen könnte.

Weil Behinderte sich nicht so schnell bewegen können oder vielleicht Anweisungen nicht verstehen oder ihnen nicht Folge leisten können, muss ihnen im Falle einer Räumung des Gebäudes geholfen werden, damit sie Flucht- und Rettungswege nicht blockieren und um Schäden an Leib und Leben der Behinderten abzuwenden.

Alle im Gebäude anwesenden Personen müssen sich nach der Räumung an den dafür vorgesehenen Sammelplätzen einfinden, damit überprüft werden kann, ob auch alle Personen das Gebäude verlassen haben. Auf dem Weg dahin sind die gekennzeichneten Fluchtwege zu benutzen, um eine Räumung ohne Zeitverlust zu erreichen und um eine Gefährdung an Leib und Leben der Mitarbeiter zu vermeiden.


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