baustellenbewachung aachen rothe erde sicherheitsdienst
Die Baustellenbewachung erfordert besonders umsichtiges und vorausschauendes Handeln für den Wachmann.

Bei dieser fortgeschrittenen Aufgabe konnte ein Thema frei gewählt werden, welches dann als Frontalunterricht in einer mindestens 45-minütigen Unterrichtstunde, unter Einbeziehung der Mitschüler, mit der Klasse erarbeitet werden sollte.

Dazu habe ich mir zuerst dieses ausformulierte Konzept geschrieben und mir dann die wichtigsten Punkte in Stichworten notiert, um sicher zu gehen, dass ich während meines Unterrichts nichts vergesse.

Aufgabenstellung

Die Firma „Sicherheitsdienst“ beklagt zunehmend Ausfälle von Mitarbeitern durch Unfälle bei der Baustellenbewachung. Die Geschäftsleitung hat Sie nun damit beauftragt, eine Schulungsunterlage zu erstellen, die den Mitarbeitern zunächst als schriftlicher Leitfaden mitgegeben werden soll, um die Häufigkeit von Unfällen bei Streifengängen in Baustellen zu vermindern.

      Folgende Punkte sollen dabei berücksichtigt werden:
    • Allgemeine Verhaltensregeln
    • Arten von Unfällen (mindestens 3)
    • Unfallquellen auf Baustellen
    • präventive Maßnahmen

Zusatzaufgabe: Vorbeugender und abwehrender Brandschutz

Zur Verdeutlichung, ein Auszug aus einer Objektbeschreibung:

Bei dem besichtigten Objekt handelt es sich um ein viergeschossiges Gebäude mit Büro- und Praxisräumen. Der Innenbereich befindet sich in verschiedenen Bauphasen, die unteren Gebäudeteile befinden sich im rohbauähnlichen Zustand, während in den oberen Stockwerken bereits mit dem Innenausbau begonnen wurde. Durch den bevorstehenden Übergang von der Bau- in die Nutzungsphase und der damit verbundenen Anlieferung hochwertiger Anlagen und Einrichtungen, steigt die Höhe der Sachwerte und auch die Brandgefahr.

Das Gebäude ist mit verschließbaren Fenstern und Türen ausgestattet. An den Außenwänden befindet sich ein Gerüst, von dem aus Arbeiten an der Fassade durchgeführt werden. Außer der Umzäunung mit einem Bauzaun sind keine sicherheitsrelevanten Einrichtungen vorhanden. Brandschutzeinrichtungen und Alarmanlagen sind noch nicht in funktionsfähigem Zustand. Unterteilte Brandabschnitte sind größtenteils noch nicht vorhanden. Das Gelände ist unbeleuchtet, im Gebäude existiert in Treppenhäusern und Fluren eine teilweise funktionsfähige Beleuchtung.

Gefahrenquellen auf der Baustelle

Auf jeder Baustelle ist eine Vielzahl von Gefahrenquellen zu finden, deren Nichtbeachtung zu erheblichen Unfällen führen kann. Bei Kontrollgängen auf Baustellen ist eine besondere Anpassung der Aufmerksamkeit und der Handlungsweise des Sicherheitsmitarbeiters erforderlich, weil das Bewegen in einer Baustelle für die meisten Menschen eine ungewohnte Situation darstellt.

Durch Unaufmerksamkeit bei Kontrollgängen auf Baustellen kann sich der Sicherheitsmitarbeiter erheblich selbst in Gefahr bringen. Zu den häufigsten Unfällen im Sicherheitsgewerbe gehören Stolperunfälle, Anstoßen mit dem Kopf und Abstürze in ungesicherte Schächte und Gruben. Um diese Unfälle zu vermeiden, ist es für den Sicherheitsmitarbeiter wichtig, sich auf Baustellen bestens mit seiner Umgebung vertraut zu machen. Es gilt im Voraus mögliche Unfallquellen ausfindig zu machen.

Vermeidung von Unfällen

Bei der Einweisung neuer Mitarbeiter und bei der Schichtübergabe ist es wichtig, den Mitarbeiter über dauerhafte bzw. neu entstandene Gefahrenstellen zu unterrichten. Während der Kontrollgänge, besonders bei Dunkelheit ist besonders umsichtiges Verhalten des Sicherheitsmitarbeiters erforderlich. Besonders beim ersten Rundgang bei Schichtbeginn ist es wichtig, genügend Zeit einzuplanen, die Umgebung genau in Augenschein zu nehmen und sich alle Stellen einzuprägen, an denen besondere Aufmerksamkeit erforderlich ist. Bei Dunkelheit ist die Benutzung einer starken Taschenlampe unumgänglich, um Dinge, die sonst übersehen werden, sichtbar zu machen. Auf jeden Fall sind die Sicherheitshinweise, wie sie auf größeren Baustellen meistens im Eingangsbereich ausgehängt sind, zu beachten. Nachfolgend sind einige Möglichkeiten aufgeführt, die Unfälle bei der Bewachung von Baustellen hervorrufen können:

Stolperunfälle

Bereits im Eingangsbereich zum neuerrichteten Gebäude befindet sich meistens die erste Stolperfalle: Weil das umgebende Gelände noch nicht angefüllt ist, liegt der Fußboden des Gebäudes meistens erheblich höher als erwartet. Im Gebäudeinneren haben Treppenstufen oft nicht die gewohnte Höhe oder unterschiedliche Abstände. In Räumen kann es verschiedene Ebenen geben oder unterschiedliche Höhen von Fußböden, weil unter dem späteren Fußboden noch Kabel und Fußbodenheizungen verlegt werden.

Kabel und Schläuche auf dem Boden sind eine Unfallquelle für Sicherheitsmitarbeiter bei der Bewachung von Baustellen
Herumliegende Kabel und Schläuche führen zu Unfällen bei der Bewachung von Baustellen

Weitere Unfallursachen entstehen durch herumliegende Kabel und Schläuche. Auf dem Außengelände gibt es auf dem Boden häufig Stromkabel, die von einem Verteilerkasten in das Innere der Baustelle führen oder zu Baumaschinen, wie z.B. Kräne oder Betonmaschinen. Im Innenraum können Kabel auf dem Boden herumliegen. Dabei kann es sich um Kabel handeln, die noch verlegt werden oder um Kabel von Maschinen. Bei Schläuchen kann es sich um Wasserschläuche handeln oder dicke Druckschläuche z.B. von Estrichpumpen die von außen in das Innere des Gebäude verlegt sind. Es ist zu beachten, dass sich die Standorte dieser Gefahrenquellen ändern können, je nachdem, wo gerade gearbeitet wird. Gleiches gilt für Baumaterial auf dem Boden, wie Steine, Holz oder Heizungsmaterial (Rohre) welches bereits angeliefert, aber noch nicht verarbeitet wurde.

Anstoßen mit dem Kopf

Häufig sind im und außerhalb des Gebäudes Gerüste aufgebaut, die niedriger sind, als die erwartete Raumhöhe. Deshalb besteht schon beim Zugang zum Gebäude die Möglichkeit, mit dem Kopf anzustoßen. Ebenso innerhalb der Baustelle können sich Gerüste befinden, die besonders im Bereich der Treppenhäuser eine Gefahrenquelle darstellen. Zusätzlich können besonders in Kellerräumen in niedriger Höhe verlegte Rohrleitungen anzutreffen sein. An Treppenaufgängen und Türöffnungen können Holzteile der Verschalung im Weg sein. Besonders bei Dunkelheit ist darauf zu achten, dass Kabel der Elektroinstallation von der Raumdecke hängen können und Schläuche von der Sprinkleranlage oder Druckleitungen. Die besondere Gefährdung liegt in diesem Fall darin, dass die Schlauchenden mit Metallteilen bestückt sind, die beim Anstoßen zu schmerzhaften Verletzungen führen können.

Abstürze

Eine besondere Gefahr für Sicherheitsmitarbeiter stellen ungesicherte Gruben und Schächte dar. In mehrstöckigen Gebäuden ist damit zu rechnen, dass es Aufzugschächte gibt, die noch nicht durch Türen versperrt sind und nur unzureichend mit Holzbrettern gesichert. Wenn ein Aufzug vorhanden ist, sollte bei Benutzung der Treppe bedacht werden, dass der Aufzugschacht gleich um die Ecke ist und nicht, oder nur notdürftig abgesichert. In diesem Fall sollte der Mitarbeiter daran denken, einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum Schacht einzuhalten. Zu beachten sind auch Öffnungen im Fußboden z.B. Schächte für die Aufnahme elektrischer Leitungen, Wasserabläufe in Sanitärräumen oder Badezimmern sowie in Kellerräumen Revisionsschächte der Abwasseranlage. Auf dem Außengelände ist zu achten auf ausgehobene Gruben für Kanalanschlüsse und die Verlegung von Wasserrohren und Versorgungsleitungen. Solche Gruben sind meistens in der Nähe der nächstliegenden Straße oder unmittelbar an der Gebäudewand zu finden. Bei Gruben im Erdreich ist ebenfalls ein ausreichender Sicherheitsabstand einzuhalten, weil die Wände der Öffnung nachgeben können und daher auch außerhalb des abgesicherten Bereichs eine Gefährdung vorliegt. Unfälle mit abrutschenden Erdmassen enden oft tödlich!

Maßnahmen

Wenn beim Kontrollgang Stellen gefunden werden, die den Sicherheitsmitarbeiter gefährden, muss diese Stelle unmittelbar gekennzeichnet und abgesichert werden. Dazu steht Flatterband zur Verfügung mit dem der Gefahrenbereich weitläufig abgesperrt werden muss. Das Auffinden der Gefahrenstelle ist im Wachbuch zu vermerken. Tagsüber ist eine sofortige Meldung der Gefahrenstelle an die Bauleitung und an das Sicherheitsunternehmen erforderlich, damit die Gefahr unverzüglich behoben werden kann. Wenn kein geeignetes Absperrmaterial zur Sicherung vorhanden ist und wenn z.B. während der Nachtbewachung keine Ansprechpartner erreichbar sind, muss der Sicherheitsmitarbeiter sich mit den Mitteln behelfen, die ihm zur Verfügung stehen. Ungesicherte Öffnungen im Fußboden können mit Hilfe von Holzbrettern, die auf fast jeder Baustelle vorhanden sind, abgedeckt werden. Notfalls können auch Pakete mit Isoliermaterial oder andere große Gegenstände auf die Öffnung gestellt werden. Wenn die Gefahrenstelle nicht behelfsmäßig gesichert werden kann, dann ist der Zugang zu sperren. Das kann durch Bretter, Holzleisten oder Rohre erreicht werden, die in Form eines „X“ an allen Zugängen zur Gefahrenstelle aufgestellt werden, so dass der Durchgang blockiert wird.


PC-Hilfe

Computerhilfe und SchulungComputerprobleme?
Hier bekommen Sie Erste Hilfe bei PC- Problemen, z.B.

  • Kaufberatung & Neubau
  • Installation des Betriebssystems
  • Konfiguration des Computers
  • Austausch defekter Hardware
  • Einrichten des Internetzugangs
  • Software-Schulung Office etc.

Mehr lesen...

Follow me...

FacebookTwitterDiggDeliciousGoogle BookmarksRedditNewsvineTechnoratiLinkedin
Pin It