Hier eine Übung aus der Berufsausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit zum Thema Veranstaltungsschutz.

Der Schutz von Veranstaltungen spielt eine große Rolle im Arbeitsbereich von Sicherheitsdiensten. Weil es in Deutschland bisher erst wenige gesetzliche Grundlagen gibt, welche Sicherheitsmaßnahmen bei Großveranstaltungen zu treffen sind, kann der Aufgabenbereich von Sicherheitskräften auf Veranstaltungen unterschiedlich groß sein.

Die Maßnahmen, die von einer beauftragten Sicherheitsfirma für die Sicherung einer Großveranstaltung wahrgenommen werden müssen, hängen davon ab, welche Tätigkeiten im Auftrag festgelegt worden sind, zum anderen von der Höhe des Budgets, daß dem Sicherheitsunternehmen für diesen Zweck zur Verfügung gestellt wurde.

 

Sicherheitskonzeption

In einem Sicherheitskonzept, das von einem Sicherheitsdienst erstellt wird, werden die Schutzziele festgelegt und die Maßnahmen, die zum Erreichen dieser Schutzziele erforderlich sind. Für die Erstellung eines Sicherheitskonzepts ist die Abstimmung mit dem Organisationsteam der Veranstaltung erforderlich. Bei der Planung einer Veranstaltung müssen Behörden eingebunden werden, sowie fremde Hilfsdienste wie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste.

Schutzziele

Die Grundlage für alle Sicherheitsmaßnahmen bilden die Schutzziele, die erreicht werden sollen. Dazu zählt der reibungslose Ablauf der Veranstaltung, der Schutz der körperlichen Unversehrtheit von Besuchern und Ausführenden, sowie der Schutz von Sachwerten und geistigem Eigentum.

Gefahrenanalyse

Es muss festgestellt werden, welche Gefahren dem Erreichen der Schutzziele entgegenstehen. Es müssen Schutzmaßnahmen getroffen werden, um die Gefahren so gering wie möglich zu halten und um die verbleibenden Risiken beherrschen zu können.

Sicherheitslage

Die Maßnahmen, die zum Erreichen der Schutzziele angewendet werden, richten sich nach der Sicherheitslage. Um die Lage beurteilen zu können, wird das Thema der Veranstaltung im Zusammenhang mit wirtschaftlichen, politischen und sozialen Rahmenbedingungen betrachtet. Ebenso ist die örtliche Sicherheit am Veranstaltungsort und im Umfeld der Veranstaltung zu analysieren.

Schutzmaßnahmen

Personelle Schutzmaßnahmen

Der Personalbedarf richtet sich nach der Bedeutung der Veranstaltung, dem Umfang und den örtlichen Gegebenheiten. Es müssen Reserven eingeplant werden und die Bereitstellungsräume von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten müssen berücksichtigt werden.

  • Anzahl
    • Sicherheitsmitarbeiter
    • Hilfspersonal
    • sonstige Kräfte (Feuerwehr, ärztliche Versorgung)
    • Reserven
  • Dresscode
  • Transport
  • Unterbringung
  • Verpflegung
  • Fachliche Kompetenz
  • Speziell ausgebildetes Personal:
    • Eingreiftrupps zur Isolierung von Störern
    • Personenschutz
    • Platzanweisung
    • Ordnungsdienst
    • Kontrolldienst
    • Verkehrsleitung
    • Parkplatzaufsicht
    • Haustechniker

Organisatorische Schutzmaßnahmen

Erstellung eines klar gegliederten Einsatzplans. Verantwortlichkeiten und Einzelaufträge festlegen.

  • rechtzeitige Planung
  • Klärung der Verantwortlichkeiten
  • Veranstalter / Veranstaltungsleiter
  • klarer Auftrag
  • Budgetierung
  • Einsatzplan
  • Gesamtablauf
  • Zeitplan
  • Genehmigungen
  • Einsatzpläne für besondere Vorkommnisse:
    • Bombendrohung
    • verdächtige Gegenstände
    • Störungen / Unterbrechungen
    • Notfallvorsorge
    • kurzzeitiger Ansturm von Menschenmassen
  • Wahrnehmung und Durchsetzung des Hausrechts
  • Einlasskontrolle, verbotene Gegenstände
  • Kontrollen im Vorfeld
  • Veranstaltungsraum: Sicherheitskontrolle Sprengstoff, verbotene Gegenstände

Bauliche Maßnahmen

Es muss geprüft werden, ob das vorgesehene Gebäude bzw. die Örtlichkeit für die Veranstaltung geeignet ist. Häufig werden Veranstaltungen in Gebäuden durchgeführt, die nicht für Veranstaltungen konzipiert wurden.

  • Veranstaltungsort und Umgebung
  • Ausweichort
  • Zugänge
  • sonstige Räumlichkeiten
  • bauliche Problematiken
  • Beschilderung
  • Anfahrtswege / Verkehrsleitung
  • Parkplatzaufsicht / Kontrolle
  • Parkleitsystem
  • Flucht- und Rettungswege
  • Zahl und Kennzeichnung der Notausgänge
  • Brandschutz / Rauchmelder
  • Verwahrstelle
  • Fundbüro
  • Beleuchtung
  • Strom / Klima / Heizung
    • Sicherungskasten
    • Hauptsicherung
    • Notstrom
    • Beschallung
    • Funktionsfähigkeit der Lautsprecheranlage bei Stromausfall

Sicherheitstechnische Schutzmaßnahmen

Es muss ermittelt werden, welche sicherheitstechnischen Mittel zur Unterstützung der Schutzmaßnahmen erforderlich sind. Dazu zählt die persönliche Ausrüstung der Sicherheitsmitarbeiter und technisches Gerät.

  • persönliche Ausrüstung
    • Funkgeräte
    • Handlampen
    • Akkus
    • Megaphon
    • Schutzkleidung
    • Warnwesten
    • Abwehrmittel
  • Winkerkelle
  • Handsonde
  • Röntgengerät
  • Absperrgitter

Stolberg (Rhld.)

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