Die Unterscheidung zwischen Trickdiebstahl und Trickbetrug ist für Laien nicht immer klar erkennbar, die Abgrenzung ist juristisch jedoch von Bedeutung. Diebstahl und Betrug unterscheiden sich rechtlich gesehen in der Art des Gewahrsamwechsels. Beim Trickdiebstahl wendet der Dieb ein Ablenkungs- oder Täuschungsmanöver an, damit er das Diebesgut unbemerkt vom Opfer wegnehmen kann. Zu solchen Manövern gehören z.B. Drängeln beim Einsteigen in Busse oder Bahnen oder Beschmutzen der Kleidung des Opfers mit Ketchup oder Senf, um beim anschließenden Reinigungsversuch die Geldbörse oder das Mobiltelefon zu entwenden. Um sich Zugang zu fremden Wohnungen zu verschaffen, um daraus zu stehlen, täuschen Täterinnen ein Notlage vor und bitten an der Haustür um ein Glas Wasser, oder sie geben sich als Handwerker, Verwandte oder Amtspersonen aus.

Beim Trickbetrug gibt der Geschädigte die Sache freiwillig heraus, z.B. weil er getäuscht wurde oder der Täter ein Vertrauensverhältnis erschlichen hat. Durch psychischen Druck versuchen die Täter Vertrauen zu erlangen, Mitleid zu erregen oder das Opfer einzuschüchtern, um eine Zahlungsforderung durchzusetzen.

Der DHL-Trick

DHL-Packstationen sind Automaten mit Postfächern, an denen zu jeder Zeit Pakete abgeholt, oder zum Versand aufgegeben werden können. Nach der Registrierung für eine Packstation erhält der Kunde ein Begrüßungspaket, mit einer "Gold-Card" genannten Kundenkarte. Sobald ein Paket in der Packstation abgelegt wurde, bekommt der Kunde eine TAN-Nummer auf sein Handy gesendet. Mit der Kundenkarte in Verbindung mit der TAN-Nummer, kann er das Paket aus der Packstation abholen. Die Trickbetrüger beantragen für das Opfer den Packstationsservice der DHL, dabei geben sie eine E-Mail an, auf die sie zugreifen können und eine Mobilfunknummer. Der neue "Kunde" aktiviert die Karte durch die Unterschrift beim Postboten. Wenig später klingelt der Betrüger, verkleidet als DHL-Mitarbeiter an der Haustür, um die "versehentlich" gesendete Kundenkarte wieder abzuholen. Nun kann sich der Kriminelle, unter dem Namen des Opfers, im Internet bestellte Waren an die Packstation senden lassen ohne dafür zu zahlen. Wenn sie also unaufgefordert eine "Gold-Card" von DHL erhalten, wenden Sie sich so schnell wie möglich an die Polizei, denn es können Ihnen Schäden von mehreren Tausend Euro entstehen!

Der Enkel-Trick

Dabei handelt es sich um eine perfide Form des Betrugs, der überwiegend auf ältere Menschen angewendet wird und mit hohen finanziellen Verlusten verbunden ist, da die Opfer häufig ihre ganzen Ersparnisse verlieren. Bei den Tätern handelt es sich meistens um Angehörige von Familien-Clans der Roma, die aus Russland, Polen oder Litauen kommen und damit hohe Einnahmen erzielen. Das Netzwerk der Enkeltrick-Betrüger erstreckt sich über ganz Europa und erzielt alleine in Deutschland jährlich Einnahmen in Millionenhöhe. In Telefonbüchern suchen die Täter gezielt nach Menschen mit altmodisch klingenden Namen. Die potentiellen Opfer werden aus dem Ausland angerufen, wobei der Täter vorgibt ein enger Verwandter des Angerufenen zu sein. Die Telefonate beginnen mit der Frage "Rate mal, wer hier anruft?" um an Namen aus der Verwandschaft des Angerufenen zu gelangen und ein vertrauliches Gespräch zu beginnen. Dabei wird eine Notsituation vorgegaukelt, wie z.B. ein Unfall, eine finanzielle Notlage oder den Kauf einer Wohnung. Oft werden die Opfer schon vor dem ersten Anruf beobachtet und um Druck auszuüben werden die Anrufe in kürzeren Abständen wiederholt und die Notlage als immer dringender dargestellt. Erklärt der Angerufene sich zur Zahlung bereit, wird ein Bote geschickt, der das Geld in Empfang nehmen soll.

Schockanrufe

Schockanrufe sind Telefonanrufe, die getätigt werden, um verschiedene Straftatbestände zu verwirklichen. Meistens ist das Ziel des Anrufs ein Betrug oder sexuelle Nötigung. Schockanrufer nutzen die Gutgläubigkeit von hilfsbereiten Bürgern aus, indem sie vorgaukeln Verwandte zu sein und in finanziellen Schwierigkeiten zu stecken. Zum Kreis der Täter gehören hier auch wieder gewisse "Großfamilien", die in der Bundesrepublik Deutschland wegen ihrer bereichernden kulturellen und gesellschaftlichen Merkmale besonderen Schutz genießen. Damit werden, bevorzugt von älteren Menschen, große Geldsummen ergaunert. In vielen Fällen handelt es sich um Täter aus Litauen oder Russland. Die Betrüger sind äußerst redegewandt und können flexibel in verschiedene Rollen springen, als Arzt, Rechtsanwalt oder vermeintliches Familienmitglied und wirken dadurch besonders glaubhaft. Im Raum Leverkusen erbeutete eine Bande, mit dieser Methode, von ihren Opfern hohe Geldbeträge: Der Anrufer gab sich als Arzt eines größeren Krankenhaus aus und teilte den verängstigten Senioren mit, dass ein naher Angehöriger einen schweren Unfall erlitten habe. Eine "normale Operation" sei nicht aussichtsreich, weil z.B. die Amputation eines Körperteils erforderlich wäre - aber es gebe die Möglichkeit einer kostspieligen Laser-OP mit besseren Heilungschancen, dafür müsse jedoch "in Vorkasse" ein fünfstelliger Geldbetrag gezahlt werden. Schon während des Telefonats erschienen "Boten" an der Haustür und fragten nach dem Geld, oder es folgte der Vorschlag, den Geldbetrag innerhalb weniger Stunden bei den Senioren abzuholen, damit die dringende Operation durchgeführt werden könnte.

    Maßnahmen um sich vor solchen Betrügereien zu schützen:
  1. Fragen Sie den Anrufer nach persönlichen Ereignissen, die nur ihr Verwandter beantworten kann.
  2. Notieren Sie die Telefonnummer des Anrufers, falls sie im Display angezeigt wird, häufig beginnt sie mit 0037... - der Vorwahlnummer von Litauen.
  3. Rufen Sie die Ihnen bekannte Telefonnummer ihres Verwandten an.
  4. Holen Sie Rat bei weiteren Familienmitgliedern ein oder informieren Sie die die Polizei.
  5. Geben Sie kein Geld an unbekannte Personen.

Der Goldring-Trick

Besonders in der Ferienzeit treiben sie wieder auf Rastplätzen, Bahnhöfen oder in Restaurants ihr Unwesen: Betrüger, die sich als Touristen ausgeben und vortäuschen, in eine Notlage geraten zu sein. Sie bieten ihren Opfern für 100 Euro einen vermeintlichen Goldring an, von dem sie sich schweren Herzens trennen müssten, weil sie bestohlen worden wären und Bargeld benötigen, um Benzin für die Heimreise zu tanken. In Wirklichkeit handelt es sich bei dem Ring nur um eine wertlose Fälschung!

Der Antänzer-Trick

Den Antanz-Trick verwenden meistens Kriminelle aus Bevölkerungsgruppen, denen ein gewisses Temperament, eine besondere Lebensfreude und ein ausgeprägtes Rhytmusgefühl nachgesagt wird, mit der sie unsere deutsche Kultur bereichern. Ihr Arbeitsgebiet sind meistens die Vergnügungsviertel und Partymeilen der größeren Städte, in denen viele Menschen unterwegs sind, die sich in Feierlaune befinden und daher nicht so schnell Verdacht schöpfen oder durch höheren Alkoholkonsum in ihrer Reaktionsfähigkeit eingeschränkt und eher bereit, humorvolle Handlungen über sich ergehen zu lassen. Häufig sind Männer ihre Opfer, die die Geldbörse gut sichtbar in der hinteren Hosentasche tragen. Gelegentlich tauchen die Antänzer auch in gut besuchten Einkaufsstraßen und auf Marktplätzen auf. Mehrere Täter geben vor, in guter Partystimmung zu sein, in dem sie sich singend und tanzend auf ihr Opfer zu bewegen, um es in diese gute Stimmung mit ein zu beziehen. Sie umarmen dabei ihr Opfer und suchen Körperkontakt, in manchen Fällen geben sie vor, angeblich gute Bekannte zu sein. Durch den Druck beim Umarmen, merkt das Opfer nicht, wie ihm währendessen Geld und Wertsachen aus den Taschen gestohlen werden. Wenn fremde Menschen drängeln oder Unbekannte aufdringlich Nähe suchen, sollte der persönliche Bereich stets gesichert werden und darauf geachtet, dass unbekannte Personen, die sich nähern, eine Armlänge Abstand einhalten.

Der Jacke-Jacke Trick

Dieser Trick dient dazu, um einen Diebstahl aus den Jackentaschen des Opfers zu verwirklichen. Die Täter beobachten dazu die Gäste in einem Restaurant oder Schnellimbiss und suchen jemand der seine Jacke über die Rückenlehne des Stuhls gehängt hat. Der Dieb setzt sich hinter das Opfer und hängt seine Jacke ebenfalls über die Stuhllehne, so das sie die Jacke des Gastes überdeckt. So kann er unbemerkt in die Taschen des Anderen greifen und daraus Brieftasche, Handy und Wertsachen entwenden.


Stolberg (Rhld.)

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